Denk an mich,
o Gott, komm mir entgegen!
Bei dir suche ich Hilfe.
Nimm mich unter deine Fittiche.
Bei dir suche ich Geborgenheit,
bis die verhängnisvollen Ereignisse vorüber sind.
Breite deine Hände über mir aus.
Du stehst auf meiner Seite, deshalb rufe ich zu dir.
Du wirst mir helfen und mich schützen,
auch wenn andere mich verleumden und verfolgen.
Ich fühle mich bedroht.
Gott überstrahle den Himmel
mit deiner Herrlichkeit!
Zeige auf der ganzen Erde deine Macht!
Es kommt mir vor,
als ob sie ein Spinnennetz
um mich spannen würden,
mir bleibt der Atem weg und ich bin bedrückt.
Mit scharfen Worten greifen sie mich an.
Ich sehe wie sie mir mit List Fallen stellen,
sie werden selbst
hineintappen.
Nach dieser Klage fühle ich mich schon besser.
Mein Herz wird ruhig bei dir.
Mein Gebet soll dir gefallen
und ich will dir ein Lied singen.
Ich will dich loben.
Wach auf mein Ich,
wach auf mein Leib und meine Seele!
Lass all das hinter dir!
Schau nach vorne!
Ich will einen neuen Tag begrüßen.
Ich will die Sonne wecken.
Sie soll im Morgenrot aufgehen
und den Himmel erleuchten.
Mit ihrem Aufgang schlage ich ein neues Kapitel auf.
Dir, Gott, will ich ein Morgenlied singen
und überall von dir erzählen.
Denn deine Liebe und Herzensgüte
ist unendlich groß;
größer als die Erde und weiter als der Himmel.
Gott so wie das Morgenrot
den Himmel zum Glühen bringt,
so soll deine Herrlichkeit
unter den Menschen aufstrahlen.
Alle sollen sehen,
dass du der gütige und liebende Schöpfer bist.
(nach Ps 57, P. Oliver Heck)