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Meditation / Evolution

Die Evolution frisst ihre Kinder

Zicklein

by Oliver Heck

Eine Ziegenmutter stellte fest, dass ihr neugeborenes Zicklein halbblind war,
deshalb stieß sie es von sich.
Ihr Verhalten entspricht den Gesetzen der Natur.
In freier Wildbahn überleben nur die Tiere, die fitt sind.

Wenn es nach den Gesetzen der Evolution ginge, wäre das Zicklein verendet.

Doch das Zicklein wollte leben und suchte Schutz und Zuneigung.
Auf dem Bild säuft es gierig Milch, um leben zu können.

Im Unterschied zu den Tieren kennen wir Menschen Erbarmen und Verzeihen
und unsere herausragendste Eigenschaft ist Solidarität
mit den Benachteiligten und Schwächeren zu empfinden.

Der Mensch kümmert sich um andere, die weniger Glück hatten.

Das zeichnet ihn gegenüber den Tieren aus und stellt ihn über die Natur.
Er ist nicht mehr Opfer der Evolution, sondern überwindet ihre Gesetze.
Für den Menschen haben nicht nur Gesunde und Fitte ein Lebensrecht,
sondern alle, einfach nur deshalb, weil sie Menschen sind.
So überragt der Mensch mit seiner Liebe zu seinesgleichen die Evolution.

Er steht mit seinem Geist über der Natur,
auch wenn er körperlich ein Teil der Natur bleibt.
Er entwickelt sich über die Evolution hinaus zu einem liebenden Wesen,
das Barmherzigkeit zeigt.


Lizenzhinweise / Bildnachweis / Credits / Hinweis für die Verwendung:
Das Foto wurde aufgenommen auf dem Keimbacher Hof in Sankt Wendel, Saarland

Bild: P. Oliver Heck Verwendung siehe -->Lizenzen